Hallo und herzlich willkommen beim PDUM e.V. (Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova e.V.)

Fußball-Tipp für die gute Sache

Fußball-Tipp für die gute Sache

Tipp-Gemeinschaft
Die Tipp-Gemeinschaft des PDUM hat Spaß und tut Gutes. (Foto: Griesheimer Anzeiger)

Seit Jahren besteht die Fußball-Tipp-Gemeinschaft unseres Vereins. Nach der Saison 2019/20 fand im Spätsommer das schon traditionelle gemütliche Beisammensein mit Siegerehrung statt. Zum ersten Mal siegte eine Frau: Nadja Schecker aus Griesheim.

Ihr folgten auf dem 2. Platz Burckhard Wissmann, Obertshausen, und Rüdiger Stähr, Griesheim. Den 3. Platz belegten gemeinsam Nina Rudolf und Franz Manditsch aus Griesheim. Den DFB-Pokalsieg teilten sich Alfred Winter, Obertshausen, und Rüdiger Stähr. Herzlichen Glückwunsch!

Wichtig war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern jedoch nicht nur ein Sieg oder die Geldprämie, sondern dass sie mit ihrer Teilnahme auch einen Beitrag zur Finanzierung der humanitären Arbeit des PDUM geleistet haben. Denn die Hälfte der Einnahmen bleibt beim Verein. Zu wünschen wäre, dass der Teilnehmerkreis noch größer wird.

Sie weilen nicht mehr unter uns

Sie weilen nicht mehr unter uns

Angezündete Kerzen
Der PDUM trauert um liebgewonnene Wegbegleiter. (Foto: Lars Nissen/pixabay)

Leider musste der PDUM in diesem Jahr den Verlust wichtiger und uns menschlich ans Herz gewachsener Freundinnen und Freunde beklagen. Vorsitzender Ulrich Wissmann brachte die Anteilnahme der Mitglieder und des Vorstands in Nachrufen zum Ausdruck.

Irina Nikolajewna Golovanova – Die Vorsitzende der „Moldauisch-Deutschen Ethno-Kulturellen Vereinigung (MDEKV) in Chisinau/Moldova war eine freundliche, zuverlässige und engagierte Kooperationspartnerin und stand auch neuen Ideen stets offen gegenüber. Sie unterstützte unsere Aktivitäten und vergaß dabei auch nicht, uns bei unseren Besuchen in gemütlicher Runde auf Deutsch herzlich zu begrüßen.

Olga Larina – Einige von uns kennen Olga mehr als 20 Jahre durch gemeinsame berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit in Odessa und der Ukraine. Sie war von Anfang an mit unserem Verein eng verbunden, unterstützte wo sie konnte und gab wichtige Hinweise und Impulse für die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartner*innen. Gerade auch durch ihr offenes Wesen, ihre Hilfsbereitschaft und ihr exzellentes Deutsch baute sie stabile Brücken nach Deutschland und war eine gute Botschafterin für die Ukraine.

Alexei Cara – Seit Beginn unserer Vereinsarbeit in Moldova vor etwa 15 Jahren nahm Alexei aktiv daran teil, später auch als Vorstandsmitglied des MDEKV in Chisinau. Er organisierte mit uns viele gemeinsame Aktivitäten. Ob es um die Unterstützung der Invalidenvereinigung Chisinau mit Lebensmittelpakten, die Organisation von Gesprächen mit der Stadtverwaltung oder die Einladung zum Tag der Deutschen Einheit ging – Alexei war an vorderster Stelle, seine Hilfsbereitschaft bleibt unvergessen.

Auch die Betreuung von Besuchern aus Deutschland war für den deutschsprachigen Deutschlandfan Alexei wichtig. Temperamentvoll vertrat er seine Meinung, verlor dabei jedoch nie seinen Humor und Optimismus, was ihn über die Grenzen Moldovas hinaus beliebt machte.

Wir werden die Verstorbenen sehr vermissen und ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

„Deutsche Woche“: Wiedervereinigung im Fokus

„Deutsche Woche“: Wiedervereinigung im Fokus

Willkommensgruß vor dem Stadthaus in Ushgorod.
Willkommensgruß vor dem Stadthaus in Ushgorod. (Foto: C. Ehry)

30 Jahre Wiedervereinigung – gab es in diesem Jubiläumsjahr ein besseres Thema für die traditionelle „Deutsche Woche“ in der Ukraine? Mit Unterstützung der deutschen Botschaft in Kiew bereitete die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Darmstadt-Ushgorod PVDU, Viktoriya Syno, zwei Podiumsdiskussionen vor, zu denen sie die Mitglieder des PDUM als Zeitzeugen einlud.

Das Publikum der virtuell via Zoom durchgeführten Veranstaltungen waren am 16. Oktober Studierende der Nationaluniversität Ushgorod und am 20. Oktober allgemein interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und der Region.

Unterstützt wurde die PVDU-Vorsitzende am Podium von ihren Vereinsmitgliedern Igor Bahran und Lene Dej sowie von Dimitriy Miroshnikov (kommunale Verwaltung der Stadt Ushgorod) und einer Vertreterin der Zivilgesellschaft. Auf der anderen Seite saßen vom PDUM Ulrich Wissmann, Claudia Ehry, Peter Ehry, Sebastian Schecker und als Gast Bernd Schäfer vor ihren Bildschirmen.

In ihren Statements drehten sie die Zeit 30 Jahre zurück und verflochten historische Ereignisse wie die Bürgerproteste in Leipzig, die unerwartete Öffnung der die beiden deutschen Staaten trennenden Mauer und die Feierlichkeiten zur Wiedervereinigung mit persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen aus dieser Zeit sowie Reiseeindrücken von Fahrten durch den Osten Deutschlands. Daneben wurden Probleme der Transformation und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung Gesamtdeutschlands aufgezeigt und mögliche Parallelen zur Ukraine erörtert. Am Ende bedankten sich die Teilnehmer aus Ushgorod für die interessanten Einblicke in ein spannendes Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte.

Kunstausstellung „Change“ auf den Herbst verlegt

Kunstausstellung „Change“ auf den Herbst verlegt

Frauen vor Gemälden
Darmstädter Künstler zeigten 2018 ihre Werke in Ushgorod. (Foto: C. Ehry)

Trotz der Einschränkungen durch die Anti-Corona-Maßnahmen hat unser Verein PDUM die Absicht nicht aufgegeben, den mit der Darmstädter Partnerstadt Ushgorod und der Stadt Darmstadt begonnen Kulturaustausch fortzuführen.

2018 organisierten Darmstädter Maler und Bildhauer aus den Reihen des Bundes Bildender Künstler (BBK) der Region Darmstadt  eine erste Ausstellung in Ushgorod, die vom  Verein „Darmstadt KulturStärken e. V.“ veranstaltet und von Klaus Blecher kuratiert wurde.

Die erfolgreiche, in Ushgorod und darüber hinaus in der Ukraine beachtete Ausstellung, sollte im Frühjahr 2020 eine Entsprechung im Designhaus auf der Darmstädter Mathildenhöhe finden, was durch die bekannten Corona-Umstände verhindert wurde.

PDUM-Vorstandsmitglied Ives Humeau, Vorsitzender im Verein Darmstadt KulturStärken, und Ausstellungskurator Klaus Blecher teilen nun nach Absprache mit den Ushgoroder Künstlern mit, dass die Durchführung dieser Gegenausstellung – sie trägt den Titel „Change“ – im Herbst 2021, alternativ im Frühjahr 2022, angestrebt wird.

Am Rande der Ausstellung plant der PDUM Gespräche über ein Kunstprojekt in der Partnerstadt. Die Idee ist, den Volkspark Bozdoshky mit Skulpturen und Objekten aus Ushgorods Partnerstädten auszustatten. Erste Gespräche mit Darmstädter Künstlern stießen auf offene Ohren. Im nächsten Schritt sollen nun die Ushgoroder Kollegen ihre Meinung dazu äußern.

Schüler aus Chisinau gewinnt beim Fotowettbewerb

Schüler aus Chisinau gewinnt beim Fotowettbewerb

Drei liegende Katzen
Gelungener Schnappschuss. (Foto: Alexander Timciuc)
Alexander Timciuc

Gewinner Alexander Timciuc.

(Foto: Privat)

Alexander Timciuc aus Chisinau/Moldova war mit elf Jahren nicht nur der jüngste Teilnehmer beim Jugendfotowettbewerb des Foto-Club Darmstadt, sondern er gewann sogar einen Preis. Seine Interpretation des Wettbewerbsmottos „Skurrile Fluchten – Humor in der Fotografie“ überzeugte die Jury.

Augenzwinkernd heißt es in der Erläuterung zum Bild: „In Moldau gibt es auch Bremer Musikanten, genauer gesagt Chisinauer Musikanten.“ Über den Glückwunsch des PDUM freuten sich Alexander und seine Eltern, die unserem Verein verbunden sind. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Darmstädter Tage der Fotografie vom 22. April bis 31. Juli unter der Schirmherrschaft von Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch statt. Eine Schau der Siegerfotos im Atelierhaus (Riedeselstraße) musste wegen des Corona-Lockdowns leider vorzeitig schließen.

Engere Zusammenarbeit vereinbart

Engere Zusammenarbeit vereinbart

Foto: Bessarabiendeutscher Verein
Peter Ehry, Victoria Mozer, Sebastian Schecker, Dr. Ulrich Wissmann und Claudia Ehry (von links) im Heimatmuseum des Bessarabiendeutschen Vereins. (Foto: Günther Vossler)

Anlässlich eines Freundschaftsbesuchs des PDUM beim Bessarabiendeutschen Verein (BV) Ende August in Stuttgart haben beide Seiten eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Die PDUM-Vorstandsmitglieder aus Griesheim und Darmstadt mit ihrem Vorsitzenden Dr. Ulrich Wissmann wurden vom Bundesgeschäftsführer des BV, Günther Vossler, herzlich begrüßt.

Seit vielen Jahren kooperieren beide Vereine insbesondere in den Bereichen Völkerfreundschaft, Bildung und Kultur, zudem werden soziale und humanitäre Maßnahmen unterstützt. Auf die Ukraine bezogen kommt dies vor allem der Bevölkerung in der Stadt Odessa und ihrem Gebiet am Schwarzen Meer (Bessarabien) zugute, in der Republik Moldau (Moldova) engagiert man sich in der Hauptstadt Chisinau und dem an die Ukraine angrenzenden südlichen Landesteil.

Der Besuch endete mit einer Besichtigung des Heimatmuseums der Deutschen aus Bessarabien und der Dobrudscha im BV-Vereinshaus in der Florianstraße. Wir waren beeindruckt vom hohen Niveau der dort gezeigten Sammlung, die inzwischen auch in der Geschichtswissenschaft Beachtung findet.

Kinderbuchpaten gesucht!

Kinderbuchpaten gesucht!

Symbolbild Bücherpaten
Für den deutschen Leseclub fehlen noch gute Kinderbücher. (Foto: Michael Gaida/pixabay)

In Chisinau/Moldova ist die öffentliche Bücherei I. Mangher eine feste Größe des kulturellen Lebens. Auf 900 Quadratmetern können dort etwa 47.000 Druckerzeugnisse ausgeliehen oder im Lesesaal eingesehen werden. Rund 73.000 Besucher machten von dem Angebot im vergangenen Jahr Gebrauch, darunter 33.000 Kinder.

Neben Lektüre in der Landessprache Moldauisch und Russisch beherbergt die Bibliothek eine fremdsprachige Abteilung, in der auch deutsche Verlagsprodukte zu finden sind. Zum Leidwesen von Bibliothekarin Valentina Turvinenco reicht der Bestand an deutscher Lektüre aber bei weitem nicht aus, den Lesehunger vor allem des jungen Publikums zu stillen.

Deshalb bat sie den PDUM jetzt um Unterstützung. Ihre Wunschliste enthält rund 80 Buchtitel, darunter Sprachlernbücher, Krimis, Gute-Nacht-Geschichten, Lieder und Reime sowie Tier- und Bastelbücher. Die Preisspanne reicht von 5 Euro etwa für den Klassiker „Die kleine Meerjungfrau“ bis hin zu 22 Euro, die das „Ravensburger Grundschullexikon“ kostet. Wenn sie genügend Bücher zusammen hat, will Valentina Turvinenco einen deutschen Leseclub in der Bibliothek einrichten. „Das Interesse an der deutschen Sprache ist bei uns groß“, stellt sie immer wieder fest.

Der PDUM unterstützt das Vorhaben durch ein Projekt, das wir „Kinderbuchpatenschaft“ nennen. Gut zu wissen: Jeder kann sich beteiligen. Pate wird man, indem man einen Geldbetrag seiner Wahl zum Ankauf von Kinderbüchern zur Verfügung stellt. Dafür erhält man von Valentina Turvinenco einen Patenbrief mit dem Namen der Spenderin oder des Spenders. Von dem eingegangenen Geld kaufen wir die Bücher und sorgen für den Transport nach Chisinau.

Wer mitmachen möchte, überweist seine Spende mit dem Verwendungszweck „Kinderbuchpatenschaft“ auf das Konto unseres Vereins bei der Volksbank Darmstadt-Südhessen, IBAN DE46 5089 0000 0000 9522 06, BIC GENODEF1VBD. Herzlichen Dank sagen wir schon jetzt.

Zuwachs im Vorstand

Zuwachs im Vorstand

Foto von Victoria Mozer
Victoria Mozer (Foto: Privat)
Foto von Karl-Heinz Ulrich
Karl-Heinz Ulrich (Foto: Privat)

Wenn die Mitgliederversammlung zustimmt, werden Victoria Mozer und Karl-Heinz Ulrich den PDUM-Vorstand im nächsten Jahr verstärken. Schon jetzt sind beide bereit, Aufgaben im Verein zu übernehmen. Wegen der Coronakrise musste die Mitgliederversammlung 2020 ins nächste Jahr verschoben werden.

Victoria Mozer wurde 1983 in Ochtyrka geboren. Aus der Kleinstadt im Nordosten der Ukraine kam sie mit 19 Jahren nach Deutschland und begann ihr Studium der technischen Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart. Nach ihrem Abschluss als Dipl.-Kauffrau sammelte sie Berufserfahrung in verschiedenen Wirtschaftsunternehmen. Derzeit ist sie bei einem Automobilkonzern als Zoll- und Exportbeauftragte tätig.

2014 wurde Victoria Mozer Mitglied des PDUM (damals noch DUFK) und beteiligte sich aktiv an mehreren Hilfstransporten ins Gebiet Odessa/Ukraine. Auch im Bessarabiendeutschen Verein (BV) mit Sitz in Stuttgart setzt sie sich für die Belange ihrer Landsleute ein.

Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit der Familie und mit Freunden. Sie liest gerne und begeistert sich für die Malerei der alten Meister.

Karl-Heinz Ulrich, 1946 in Buchholz/Nordheide auf die Welt gekommen, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Ein zwei Jahre später nachgeholter Schulabschluss ermöglichte ihm das Studium der evangelischen Theologie in Neuendettelsau. Als evangelischer Pfarrer war er sowohl im Gemeindedienst wie in der Diakonie und bei der Arbeiterwohlfahrt AWO tätig.

Sein Interesse an fremden Ländern und Sprachen – er spricht Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch, in Portugiesisch und Kisuaheli kann er sich verständigen – führten zu Auslandseinsätzen auf dem afrikanischen Kontinent (Togo, Ghana, Tanzania) sowie in Zentralamerika, in Brasilien und in Ungarn. Von 2005 bis 2008 leitete Karl-Heinz Ulrich die Pfarrei des Kirchenkreises Odessa/Ukraine und baute dort die Diakonie auf.

Nebenberuflich und in ehrenamtlicher Tätigkeit wirkte er als Urlauber-Seelsorger in Italien, Frankreich und Spanien. Auch war er für verschiedene Organisationen als Reiseleiter in europäischen, afrikanischen und asiatischen Ländern unterwegs. Zwischen 2015 und 2018 verbrachte er jeweils zehn Monate als Pfarrer in Nizza, Mallorca und Malta.

Karl-Heinz Ulrich, der 2011 in den Ruhestand verabschiedet wurde, ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Förderung ermöglicht Mülltrennung

Förderung ermöglicht Mülltrennung

Der riesige Müllberg vor den Toren Ushgorods
Ushgorods Mülldeponie grenzt direkt an den Friedhof. (Foto: C. Ehry)

Die Zeiten, da Ushgorods Abfälle unsortiert auf der Deponie landeten, neigen sich dem Ende zu. Künftig wird in Darmstadts ukrainischer Partnerstadt der Müll getrennt gesammelt und entsorgt. Möglich macht dies eine Finanzspritze der deutschen Bundesregierung in Höhe von 220.000 Euro zuzüglich 20.000 Euro Eigenanteil aus Ushgorod.

Mit der Stadt Darmstadt, deren Amt für Interkulturelles und Internationales den Förderantrag gestellt hat, freut sich auch der PDUM über die Bewilligung. In der zweijährigen Vorbereitungsphase und bei der Antragstellung hat unser Verein das Amt maßgeblich unterstützt.

Neben neuen Abfallcontainern und strukturellen Veränderungen sieht das Projekt eine Sensibilisierung der Bevölkerung vor. Aufklärungskampagnen werden darüber informieren, warum es wichtig ist, Abfälle in die drei Kategorien Wertstoff, Grünabfälle und Restmüll zu unterteilen und getrennt zu entsorgen. Dabei spielen Umwelt- und Klimaschutz sowie die Gewinnung wichtiger Rohstoffe eine Rolle. Ein weiteres Ziel ist die dringend notwendige Entlastung der zentralen Mülldeponie.

Bei verschiedenen Delegationsreisen in den Jahren 2017 und 2018 unter Leitung von Darmstadts Stadtrat Dr. Dierk Molter hatten Mitglieder unseres Vereins sowie Professor Dr. Klaus Habermehl von der Hochschule Darmstadt, Birgit Jourdan-Münk vom Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD) der Stadt Darmstadt und die Master-Studentin Julia Mohr Gelegenheit, sich ein Bild vom Abfallmanagement der Partnerstadt zu machen.

Der riesige Müllberg vor den Toren der Stadt hinterließ bei allen bleibende Eindrücke. Selbst im Winter roch es streng, der Wind wirbelte den Unrat durch die Luft, hin zu den Gräbern des angrenzenden Friedhofs. Immer wieder rollten Müllfahrzeuge des Entsorgers AVE den Hang hinauf und luden ihre Last ab. Und überall sah man geschäftige Männer und Frauen, die in großen Plastiktüten Flaschen und andere wiederverwertbare Dinge sammelten, um sie andernorts zu Geld zu machen. Hier muss sich etwas ändern, waren sich die Beteiligten nach dem Besuch der Deponie einig.

Eingereicht wurde der Antrag dann in Übereinstimmung mit Ushgorods Bürgermeister Bogdan Andriiv bei Engagement Global, der Durchführungsorganisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ. Der PDUM hatte den Antrag vorbereitet, ausgearbeitet und weitergeleitet wurde er vom Amt für Interkulturelles und Internationales der Stadt Darmstadt in Zusammenarbeit mit einigen Berater*innen.

Auch bei der Organisation vieler Meetings in Darmstadt und Ushgorod inklusive der dazu notwendigen Reisen und Unterkünfte unterstützte der PDUM als offizieller Kooperationspartner das Amt. Gleichzeitig initiierte er die Gründung des „Partnerschaftsverein Darmstadt-Ushgorod – PVDU“ in Ushgorod mit dem Ziel einer stärkeren Bürgerbeteiligung an den kommunalen Prozessen. Auf die Einbindung der Zivilbevölkerung legt auch das BMZ bei seinen Förderprojekten großen Wert. 

Chor aus Ushgorod sucht Kontakt zu Darmstadt

Chor aus Ushgorod sucht Kontakt zu Darmstadt

Demnächst in Südhessen? Der PDUM vermittelt gerne.
Demnächst in Südhessen? Der PDUM vermittelt gerne.

An internationalen Kontakten mangelt es dem Ushgoroder Kammerchor „Cantus“ nicht. Allerdings gibt es keine Zusammenarbeit mit Chören in der Partnerstadt Darmstadt. Die aber wünscht sich der 1986 gegründete Chor unter Leitung von Emil Sokach, der aus 25 professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern besteht. In Ushgorod genießt Cantus hohes Ansehen und wird quasi als musikalisches Wahrzeichen der Stadt betrachtet.

„Wir sind sehr an einer Partnerschaft und Zusammenarbeit mit Chören, Sängerinnen und Sängern oder Ensembles aus Darmstadt und Umgebung interessiert“, lässt die Chorleitung in Ushgorod wissen. Beim PDUM verhallt der Ruf nicht ungehört. Dessen Vorstand unterstützt die Suche nach geeigneten Partnern in Südhessen und stellt auch gerne den Kontakt her. Gespräche können in Ukrainisch und Russisch, aber auch in Deutsch und Englisch geführt werden. Weitere Informationen sind per E-Mail an pehry@web.de erhältlich. Informationen zum Chor: http://cantuschoir.org/de/